Fernweh-Geschichten | Mit dem Kajak in St.Anna unterwegs

Im Sommer hat es uns für eine Woche nach Schweden verschlagen. Eigentlich war mehr geplant, aber wir mussten aus beruflichen Gründen kurzfristig umdisponieren. Was wir uns aber nicht entgehen ließen, war unser Kajak-Abenteuer, auf das wir uns schon lange gefreut hatten. 5 Tage auf und zwischen den Schären des St.Anna Archipels südlich von Stockholm, in einem Zweier-Kajak, ausgestattet mit allem, was man braucht, haben mein Liebster und ich die "Wildnis" und Einsamkeit genossen. Ich kann euch sagen: um den Kopf frei zu bekommen, kann ich mir kam einen besseren Urlaub vorstellen. Während man über's Meer paddelt, die Landschaft genießt und Ausschau nach schönen Landeplätzen hält, bleibt kein Platz für Gedanken an den Alltag zu Hause.

Der Veranstalter Do the North stattet einen mit dem kompletten Equipment aus, was man für so einen Trip benötigt und nach einer Einweisung sticht man auf eigene Faust in See. Da mein Mann mir beim Kartenlesen eh nicht vertraut hätte (er behauptet, ich hätte einen schlechten Orientierungssinn), konnte ich jeden Tag beim Paddeln die Aussicht genießen und mich darum kümmern, dass die Kamera beim Fotografieren nicht nass wird. Neben Schafen, die die Schweden zum Grasen auf die Schären bringen, und den obligatorischen Seevögeln, hatten wir das Vergnügen Seehunde und Otter zu beobachten.

Abends wurde Gemüse geschnippelt und das Essen mit dem Gaskocher zubereitet. Do the North hat eine Website mit Rezeptideen und gibt einem vor der Reise Tipps zur Planung aller Mahlzeiten. So hatten wir trotz begrenzter Kochkapazität und unter Berücksichtigung der Haltbarkeit von Lebensmitteln jeden Tag ein wunderbar leckeres Abendessen. Die meisten der kleinen Schäreninseln sind unbewohnt und es ist einem erlaubt, wild zu zelten. Da die meisten Urlauber in dieser Gegend genau diese "Einsamkeit" suchen, sieht man zwar auch andere Kanu- & Kajakfahrer oder Segler, aber seine ausgewählte Schäreninsel hat man meist ganz für sich. Schnell passt sich auch der Schlafrhythmus an die Natur an, wobei es im Hochsommer in Schweden nur ein paar Stunden richtig dunkel wird. Aber nach einem Tag voller Paddeln und einem guten Abendessen schläft man wunderbar.

Der Sommer in Schweden war windiger als erwartet, aber so schön! Demnächst dann mehr über Stockholm!

Kodak Portra 160 (pushed +1 stop) | 35mm | Dev&Scan by Carmencita Film Lab